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Georg Muche

Georg Muche

Querfurt 1895 -
Lindau 1987


Georg Muche wird am 8. Mai 1895 in Querfurt in Sachsen geboren. Er verbringt seine Kindheit und Jugend in der Rhön. Im Jahr 1913 beginnt Muche sein Studium der Malerei an der "Schule für Malerei und Grafik von Paul Weinhold und Felix Eisengräber, vorm. A. Azbé" in München. Seine Prüfung für die "Königlich Bayerische Akademie der bildenden Künste in München" besteht er nicht und will nach Paris gehen, wozu Georg Muche auf Grund des Kriegsausbruchs nicht kommt.
Stattdessen begibt sich Muche nach Berlin, wo er durch Herwarth Walden in den Kreis der expressionistischen Künstler eingeführt wird. Dort arbeitet er für ihn als Ausstellungsassistent.
Anfang 1916 findet die 37. Ausstellung des "Sturm" unter dem Titel "Max Ernst - Georg Muche" statt, in der er 22 Bilder ausstellt. Folgend finden Ausstellungen von "Paul Klee - Georg Muche" mit 30 Arbeiten des Künstlers sowie im Jahr 1918 "Alexander Archipenko - Georg Muche" statt.
Inzwischen ist der Künstler als Lehrer für Malerei an der Kunstschule des "Sturm" tätig. Im Jahr 1920 kündigt Georg Muche seinen Vertrag mit Walden, um für seine nun beginnende Arbeit am Bauhaus unabhängig zu sein.
1927 verlässt er das Bauhaus wieder, um für drei Jahre als Lehrer an der ein Jahr zuvor gegründeten privaten Kunstschule von Johannes Itten zu arbeiten. Bis zum Jahr 1938 unterrichtet er an der Schule "Kunst und Werk" in Berlin. Darüber hinaus beschäftigt sich Georg Muche intensiv mit Freskomalerei, vertieft dieses Interesse während einer Studienreise nach Italien, verfasst ein Buch "Buon Fresco - Briefe aus Italien über Handwerk und Stil der echten Freskomalerei" und stellt in der Berliner Galerie von der Heyde seine "Tafelfresken" aus.
1938 bis 1958 leitet Georg Muche die Meisterklasse für Textilkunst an der Textilingenieurschule in Krefeld. Seine Beschäftigung mit der Freskomalerei mündet in der Ausgestaltung eines 6 x 6 Meter großen Raumes mit Fresken, der jedoch kurz darauf im Jahr 1942 durch Bomben zerstört wird.
1960 siedelt er nach Lindau am Bodensee über, dort arbeitet Muche als freier Maler und Grafiker. In den 70er-Jahren arbeitet er an seinem Zeichnungen und Gemälde umfassenden Zyklus "Tafeln der Schuld". Im Jahr 1980 findet eine große Retrospektive "Georg Muche - Das künstlerische Werk 1912 bis 1927" im Bauhaus-Archiv in Berlin statt.
Der Künstler verstirbt am 26. März 1987 in Lindau.

Ketterer Kunst
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